Lagerverwaltung mit händisch geführten Listen war gestern: Warenwirtschaftssysteme sparen Zeit und gewährleisten, dass stets das benötigte Material im Lager ist. Zu große Bestände werden vermieden und so die Kapitalbindung minimiert. Bild: Spies Hecker

Handwerk digital: Millionen vom Bund

23.09.2020 | Management

Digitalisierung ist nicht nur ein Thema für große Konzerne. Auch für Karosserie- und Lackbetriebe ist sie vorteilhaft und angesichts der technologischen Entwicklungen zwingend. In der Corona-Krise hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) nun Zuschussprogramme für die Digitalisierung kleiner und mittlerer Betriebe ausgeweitet beziehungsweise neu aufgelegt.

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Digitalisierungsprojekte in Handwerksbetrieben fördert die Bundesregierung mit zwei Programmen, die Investitionen, die Qualifizierung von Mitarbeitern sowie die Beratung zu diesem Thema unterstützen. Neu aufgelegt wurde das Förderprogramm „Digital Jetzt“, das Unternehmen mit drei bis 499 Mitarbeitern offensteht. Damit werden Investitionen und die Qualifizierung von Mitarbeitern für die Digitalisierung bezuschusst. Angesichts der Corona-Krise wurden die ursprünglich geplanten Förderquoten für ein Jahr um zehn Prozentpunkte erhöht. Bis 1. Juli 2021 gilt: Für Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitern gibt es bis zu 50 Prozent Zuschuss, größere Betriebe können 45 Prozent (51 bis 250 Mitarbeiter) beziehungsweise 40 Prozent 251 bis 499 Mitarbeiter) erhalten. Ab August 2021 sinken die Zuschüsse auf 40, 35 und 30 Prozent.

Förderung der Digitalisierung

Tablet statt Papier: Wer die Arbeitsschritte bei der Abwicklung eines Auftrags digital begleitet, kann damit seine Prozesse deutlich effizienter gestalten. Und: Gerade für junge Fachkräfte machen digitale Devices den Job attraktiver. Bild: Adobe Stock/bernardbodo

Das Programm scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen. Denn wegen Überlastung wurde kurz nach dem Start am 7. September die Möglichkeit zu Antragstellung vorübergehend ausgesetzt. Anträge sollen nun wieder ab dem 15. Oktober möglich sein. Informationen rund um das Programm sind aber weiter online beim BMWi verfügbar.

Schon seit Anfang 2018 läuft, ebenfalls vom BMWi finanziert, das Förderprogramm go-digital. Damit werden Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern und maximal zehn Millionen Umsatz unterstützt, wenn sie sich zu Digitalisierungsthemen beraten lassen. Gefördert werden maximal 30 Beratertage zu maximal je 1100 Euro mit einem Zuschuss von 50 Prozent. Aktuell hat das BMWi die Themenpalette auch auf Zuschüsse für Hardware bei der Schaffung von Heimarbeitsplätzen ausgedehnt. Eine Liste mit den vom BMWi für dieses Programm autorisierten Beratungsunternehmen sowie weitere Infos sind auf der go-digital-Website zu finden.

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