Smart-Repair in der Anwendung.

Nachhaltiger lackieren mit Smart-Repair

26.07.2022 | Nachhaltigkeit

„Noch bis vor wenigen Jahren war bei Unfallschäden das Austauschen ganzer Teile gängige Praxis.“ Heute, so Jörg Sandner, Leiter Training bei Spies Hecker in Köln und selbst Lackierermeister, setzen immer mehr Werkstätten, Teilehersteller, Schadensteuerer und Kfz-Versicherer auf das Prinzip „Reparieren statt Ersetzen“.  

 

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Smart-Repairoder auch Spot-Repair bzw. Kleinstschadenreparatur, wie man in der K&L-Branche sagt – ist inzwischen das Stichwort. Dabei können Dellen oder Kratzer auf Bauteilen, sofern sie nicht in direkten Sichtbereichen liegen, repariert werden, ohne ganze Bauteile lackieren zu müssen. Von der schnellen Reparatur und Reparaturlackierung innerhalb kürzester Zeit profitieren sowohl Kunden als auch Werkstätten. Der Grund: Mit der kürzeren Reparaturzeit sinken auch die Kosten – für die Betriebe, für die Fahrzeughalter und für die Versicherer.  

Beschädigte Bauteile nicht gleich austauschen 
Spot-Repair wurde ursprünglich für typische Bagatellschäden wie Parkrempler, Steinschlag oder Lackkratzer entwickelt. Solche Schäden tauchen in den offiziellen Schadenstatistiken meist gar nicht auf, denn solange nur die Optik, aber nicht die Fahrsicherheit des Autos beeinträchtigt ist, ziehen viele Autobesitzer es vor „mit der Delle oder dem Kratzer zu leben“. Die inzwischen auf dem Markt verfügbaren Smart- und Spot-Repair-Techniken machen die kostengünstige Reparatur solcher Schäden möglich. Doch Smart-Repair hat noch einen weiteren Vorzug. „Sie ermöglicht den Betrieben ein nachhaltigeres Arbeiten“, so Jörg Sandner. „Beschädigte Teile müssen nicht gleich ausgetauscht werden, wenn sie strukturell noch intakt sind. Und wenn sie repariert und weiterverwendet werden können, schont das die natürlichen Ressourcen. Das ist ein Aspekt, der inzwischen vielen Autobesitzern, aber auch vielen Betrieben am Herzen liegt.“ 

Für die K&L-Branche bedeutet dies allerdings, dass die Betriebe ihre Prozesse anpassen sollten, um die schnelleren und nachhaltigeren Reparaturen umsetzen zu können. Hier ist vor allem der Lackierprozess wichtig. Manchmal reicht bereits eine fachgerechte Politur, um einen Kratzer zu beseitigen, doch oftmals kommt man nicht ohne Lackierarbeiten aus. „Viele Kleinstschäden können mit Smart-Repair fachgerecht und preisgünstig instandgesetzt werden“, erklärt Sandner. „Gleichzeitig wird dadurch die Lackierkabine für andere Aufträge freigehalten.“ Denn ist die Reparaturstelle größer oder die Delle tiefer, ist das kein Fall mehr für Smart-Repair 

Spezielle Multifunktionsarbeitsplätze empfehlenswert 
Der Fachmann empfiehlt für Smart-Repair die Einrichtung spezieller Funktionsarbeitsplätze, an denen alle notwendigen Arbeitsschritte ausgeführt werden können – vom Schleifen und Spachteln übers Maskieren und Füllern bis hin zum Lackieren und Trocknen. „Um das zu ermöglichen, eignen sich Produkte, die energieeffizient in kürzester Zeit getrocknet und schnell weiterbearbeitet werden können. Spies Hecker hat hierfür beispielswiese das System ‚Speed Repair‘ entwickelt, das aus dem Permasolid HS Speed Füller 5500, dem Permasolid HS Vario Grundierfüller 5340, dem Permahyd Hi-TEC Basislack 480 und dem Permasolid HS Speed Klarlack 8810 besteht“, erklärt Sandner. Bei Verwendung eines solchen Systems lassen sich alle nötigen Arbeiten innerhalb kurzer Zeit an ein und demselben Ort durchführen. Smart-Repair ist unter diesen Voraussetzungen kein vorübergehender Behelf, sondern eine fachlich einwandfreie, haltbare Lackreparatur. Und darüber hinaus eine nachhaltige Lösung für Fahrzeughalter und Betriebe. 

 

 

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