Siegbert Müller, Gründer der Carbon GmbH.

Nachhaltige Reparaturlösungen voranbringen

18.11.2022 | Nachhaltigkeit

Siegbert Müller ist der Gründer der Carbon Gmbh und davon überzeugt, dass die Instandsetzungsquote in den K&L-Betrieben in Zukunft weiter steigen wird. Er selbst bestärkt bereits seit vielen Jahren das Thema „Instandsetzen statt Erneuern“ in seinem Betrieb.

 

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Wo sehen Sie die derzeit größten Herausforderungen für die Werkstätten?

Siegbert Müller: Wie sagte man früher so schön: „Nichts ist so stetig wie der Wandel“, aber aktuell kommt es nicht stetig, sondern knüppeldick: Katastrophale Ersatzteilversorgung, Logistikprobleme, massive Kostensteigerungen bei Teilen, Material und Gehältern sowie der hohe Preisdruck wegen der gesunkenen Schadenszahlen. Zudem gräbt die Schadensteuerung an der Kundenbasis oder ebendiese bietet nur unzureichende Stundensätze.

Was sind die erfolgreichsten Tools, die Carbon in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht hat?

Siegbert Müller: Als echten Meilenstein kann man sicherlich das Carbon Body Repair-System bezeichnen, das jetzt gerade auf der IHM mit dem Bundespreis ausgezeichnet wurde. Zusammen mit dem Alurepair Visar bieten wir K&L-Betrieben ein weltweit einzigartiges Reparatursystem für die Außenhautreparatur an.

In welchen Werkstattbereichen sehen Sie noch Luft nach oben?

Siegbert Müller: Das CBR verschiebt die Machbarkeit und Profitabilität nochmals deutlich nach oben. Im Hinblick auf die Marktbedingungen können Betriebe damit selbst einen Kotflügel oder eine Türe sehr profitabel reparieren. Nachhaltigkeit und Rendite gehen jetzt Hand in Hand, die Instandsetzungsquote wird steigen.

Wie anspruchsvoll ist die Handhabung der neuen Tools?

Siegbert Müller: Die Ergonomie und allem voran der neue CBR-PowerInverter machen die Reparatur zum Kinderspiel. Schulung und Erfahrung sind bei anspruchsvolleren Schäden wichtig, aber die Lernkurve ist deutlich steiler als je zuvor.

An was arbeiten Sie aktuell?

Siegbert Müller: „I statt E“ pushen wir jetzt seit über 20 Jahren. Auf einer Skala von 1 bis 10 sind wir da gerade mal bei einer 3-4 angekommen. Das Potential für uns und insbesondere für die Betriebe ist noch riesig. Wir werden uns auch in Zukunft darauf konzentrieren, nachhaltige Reparaturlösungen voranzubringen.

Mehr Stimmen aus der Branche finden Sie hier.

 

 

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