Im Tagesgeschäft ist das Strong-Tool eines der wichtigsten Werkzeuge des CBR-Systems. Das ergonomische Kraftpaket besitzt eine Schnellverstellung und ist etwa 65 Prozent leichter als vergleichbare Zugwerkzeuge aus Aluminium. Bild: Carbon GmbH

“I statt E” – Instandsetzen vor Erneuern

12.04.2021 | Partner

Bereits 2003 hat die Alicke GmbH in Rielasingen als einer der ersten Carbon-Kunden im Landkreis Konstanz in das Miracle-Reparaturkonzept investiert. Geschäftsführer Oliver Alicke erinnert sich noch gut, wie er zum 40-jährigen Jubiläum des Betriebs 2006 gemeinsam mit Carbon-Gründer Siegbert Müller Berufskollegen und Kfz-Sachverständige aus der Region zu einer Podiumsdiskussion zu „I statt E“ eingeladen hat.

Oliver Alicke: „Die Vorteile und das wirtschaftliche Potential der Bit-Reparaturmethode hatte ich von Anfang an klar vor Augen. Mit dem System von Carbon können wir unseren Privat- wie Geschäftskunden eine handwerklich saubere, zeitwertgerechte und günstigere Reparatur bieten als Autohäuser und Wettbewerber. Das spricht sich herum, sogar weit über die Grenze hinaus in die benachbarte Schweiz.“

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Die Alicke GmbH, 1966 von Karl-Heinz Alicke gegründet, hat sich wie viele heutige Instandsetzer aus einer reinen Lackiererei zum Karosserie- und Lackierfachbetrieb entwickelt. 1984 erweitert der Senior den Betrieb um die Spenglerei und investiert mutig in eine Lackierkabine für Lkw. Lange Zeit zweifelte man an dieser Entscheidung, heute weiß Oliver Alicke jedoch, dass sich die große zweite Kabine sehr wohl gelohnt hat. Zu den Kunden gehören heute viele Speditionen und Omnibusunternehmen im Landkreis. Gerade beim Richten von Transportern und speziell bei Bussen mit ihren großen Aluminium-Klappen und teuren Schwenktüren seien die Richtsysteme, speziell auch die Klebetechnik der Carbon GmbH unglaublich effektiv.

Natürlich sei nicht jeder Schaden wirtschaftlich ohne Neuteil zu richten, aber durch den hohen Auftragsanteil mit beschädigten Kastenwägen, Ducatos und Sprintern, Omnibussen und Wohnmobilen liege der Reparaturanteil bei Alicke über dem Branchenschnitt. Mit der Erfahrung sei das Vertrauen in die Richttechnik von Carbon gewachsen, so Alicke: „Wir richten heute problemlos Schäden, an die sich viele Betriebe gar nicht herantrauen.“

Ergonomischeres Werkzeug durch leichtere Zugkomponenten

Als Alicke bei einer Innungsveranstaltung zum ersten Mal Prototypen des neuen Carbon Body Repair-System, kurz CBR, in Händen hält, ist er begeistert. Mit im Vergleich zu anderen Systemen etwa sechzig Prozent leichteren Zugkomponenten sei das CBR wesentlich ergonomischer.

Dies sei wichtig, aber nur einer der Vorteile. Konnte bislang bei der Rückverformung des Blechs an einer einzigen oder maximal zwei Punkten des Schadens gezogen werden erlauben dem Instandsetzer jetzt die neuen, zusätzlichen Zugeinheiten den Schaden über drei oder mehr Positionen weitaus kontrollierter zu richten. Speziell bei langen Seitenwänden an Transportern und Nutzfahrzeugen verschiebe das CBR die Grenze des Machbaren damit deutlich nach oben.

Preisverleihung bei Spies Hecker

Das CBR bietet hohe Flexibilität beim Richten von Außenhautschäden. Bild: Carbon GmbH

Sieger Azubi Akademie

Gut in allem, stark in der Nische: für die 18 Mitarbeitern sind K+L-Arbeiten an Wohnmobilen, Lkws und Omnibussen täglich Brot. Bild: Carbon GmbH

Obwohl erst Anfang 2020 ein zusätzlicher, zweiter Richtarbeitsplatz mit den am meisten verwendeten Zugkomponenten angeschafft wurde, hat sich das Team von Alicke zusätzlich außerdem für das neue CBR der Carbon GmbH entschieden. Alle Zugwerkzeuge dieses völlig neu entwickelten Reparaturkonzepts bestehen aus hochwertigen Carbon-Teilen und carbonfaserverstärkten Kunststoffen. Die körperliche Belastung bei der Handhabung und beim Ansetzen sei damit ungleich geringer als bei den bisherigen Werkzeugen aus Aluminium. Die Alicke-Mitarbeiter freuen sich zudem über die vielen kleinen Detailverbesserungen, welche die alltägliche Arbeit deutlich effizienter machen. Begeistert zeigt man sich dabei speziell von der mit 100 cm kürzeren Variante des sonst 160 cm langen Line-Tools mit zusätzlichen Zugmöglichkeiten.

Zuverlässige Schweißtechnik

Im Hinblick auf moderne, dünne Karosseriebleche setzt laut Hersteller die Entwicklung des CBR-C1 Power-Inverters neue Maßstäbe. Dies gelte für die Schweißtechnik, welche die Bits sehr zuverlässig aber ohne die Gefahr eines Durchbrands setze, ebenso wie für die sehr einfache Bedienung des Geräts.

Frank Forst, Vertriebsleiter Spies Hecker

Geschäftsführer Oliver Alicke. Bild: Carbon GmbH

Durch das eigens entwickelte Menü mit vordefinierten Programmen für Anschweißen der Masse, Setzen von Bits und das Einziehen kämen auch ungeübte Mitarbeiter spielend zurecht, ohne jedes Mal auf neue herumprobieren zu müssen.

„Ich sicher, dass wir mit dem CBR-System bestens für die Zukunft aufgestellt sind.“

Nach den ersten drei Monaten mit dem CBR-System könnte das Fazit von Oliver Alicke klarer nicht ausfallen: „Die Mitarbeiter sind äußerst zufrieden und wir sind definitiv schneller unterwegs. Das frühere System steht meist in der Ecke, weil alle Karosseriebauer an das neue wollen. Es stimmt wirklich: Wer einmal mit dem CBR gearbeitet hat, nimmt nichts anderes mehr in die Hand! Jetzt fehlen mir zum Glück nur noch weitere motivierte Karosseriebauer, die ich am schönen Bodensee zu CBR-Spezialisten aus- und weiterbilden kann!“

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