Familienbetrieb: (v.l.n.r.) Fabio, Eric, Marco, Dagmar und Uwe Schenke vor der Halle

Aus zwei mach drei

25.04.2022 | Porträt

Bei IDENTICA Schenke im nordrhein-westfälischen Bornheim übernehmen mit Marco, Eric und Fabio Schenke gleich drei Söhne den Familienbetrieb. Im Gespräch erzählen sie über die Arbeit in der Werkstatt und die Zukunftspläne.

 

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Wenn in einem Acht-Mann-Betrieb fünf Familienmitglieder arbeiten, kommt einem als erste Frage in den Sinn: Wie schaffen sie das? Genauer: Wie schaffen es Vater, Mutter und drei Söhne, täglich zusammenzuarbeiten, ohne dass es zu Konflikten kommt? Es gibt nicht mehr Diskussionen als in jedem anderen Betrieb, lautet der Tenor der Familie. „Manchmal, wenn ich ihnen über die Schulter schaue, dann sage ich schon, dass wir es früher anders gemacht haben“, sagt Uwe Schenke, 58. „Ja, vor allem die Farbtonfindung ist immer wieder ein Thema“, lacht Marco Schenke, 31. Der Senior setzt auf Paspeln, der Junior arbeitet mit digitalem Farbtonmanagement. „Insgesamt ist es so, dass ich mitunter der Puffer zwischen Vater und Söhnen bin. Und gleichzeitig der Knopf, der alles zusammenhält“, fasst Dagmar Schenke es schmunzelnd zusammen. Sie organisiert gemeinsam mit ihrem jüngsten Sohn Fabio das Büro; Marco und sein Bruder Eric sind ebenso wie Vater Uwe beide Karosserie- und Fahrzeugbaumeister.

Berufswunsch: Irgendwas mit Autos

Dagmar und Uwe Schenke gründen ihren K&L-Betrieb 1996 in Weilerswist. 2000 ziehen sie in das neu erschlossene Gewerbegebiet im zwischen Köln und Bonn liegenden Bornheim um. Damals spielen die drei Söhne eher noch mit Spielzeugautos – aber das Interesse am elterlichen Betrieb ist schon früh da. „Für mich war immer klar, dass ich beruflich mit Autos zu tun haben wollte“, erzählt Marco Schenke. Die Ausbildung machte er bei seinem Vater und wurde 2014 der jüngste Meister in der Kölner Innung. Fünf Jahre später folgte sein Bruder Eric und erwarb ebenfalls seinen Meistertitel. Obendrein können beide lackieren, ebenso wie der Vater.

Zufriedener IDENTICA Kunde

„Als wir die Schenke Jungs eine Woche bei uns im Lackierseminar hatten, da hätten wir sie eigentlich nach drei Tagen schon wieder nach Hause schicken können – denn sie waren im Grunde schon Lackierprofis“, berichtet Spies Hecker Produkt Systemberater Dirk Grimbach, der nach acht Jahren fast zur Familie gehört. Uwe Schenke entschloss sich 2013, Spies Hecker Produkte zu verwenden. Im gleichen Jahr wurde sein Betrieb IDENTICA Partner. „Ich habe bis heute beides nicht bereut“, sagt er. Und seine Frau ergänzt: „Als Uwe 2020 einen Herzinfarkt hatte, waren wir natürlich erstmal geschockt. Und haben schnell und unkompliziert Hilfe von Spies Hecker bekommen. Sie schickten uns einen ihrer Techniker, damit er ein paar Tage beim Lackieren unterstützt. Durch den Ausfall meines Mannes hätten wir sonst nicht alle Aufträge bearbeiten können.“

Marketing für den Betrieb

Sohn Fabio, 25, der als Betriebswirt Zahlen, Organisation und Marketing des Familienunternehmens verantwortet, ergänzt: „Vor kurzem hatte ich einen Beratungstermin im IDENTICA Service Center in Sachen Online Marketing. Ich will unsere Auffindbarkeit im Internet erhöhen und habe mir einige praktische Tipps geholt.“ Wobei, und dabei nickt die Familie einhellig, aktuell die beste und effektivste Werbung immer noch ein großes Plakat im nahegelegenen Brühl und die Werkstattersatzwagen mit dem IDENTICA Logo seien. „Darauf sprechen uns die Kunden oft an. Und die Mund-zu-Mund-Propaganda ist auch nicht zu unterschätzen.“

Gute Kundenbetreuung ist das A und O

Das weiß vor allem Dagmar Schenke – daher setzt sie auf individuelle Kundenbetreuung. „Wir haben Kunden, die seit Jahren zu uns kommen. Da erzählt man sich auch mal was Privates und freut sich immer, wenn man sich wiedersieht.“ Uwe Schenke wiederum nimmt sich gerne die Zeit, um Kunden durch die Werkstatt zu führen. „Wenn die sehen, dass hier alles sauber, modern und ordentlich ist, ist gleich mehr Vertrauen da.“ Rund 30 Prozent der Aufträge kommen von Privatkunden. Außerdem setzt man im Betrieb seit Jahren die Einsatzfahrzeuge der Polizei Köln und des Erftkreises instand. Dazu kommen Industrielackierungen, Aufträge von Autohäusern, Schadensteuerern und Versicherungen.

Marco Schenke und Dirk Grimbach

Hier gehört der Produkt Systemberater zur Familie: Marco Schenke (l.) und Dirk Grimbach im Gespräch

Der Respekt vor der Aufgabe

Mittelfristig sollen die drei Söhne den Betrieb übernehmen. Uwe Schenke tritt schon heute etwas kürzer und möchte in den nächsten drei bis fünf Jahren ausscheiden. Er hat volles Vertrauen in den Nachwuchs. Was für ihn das Wichtigste im K&L-Geschäft ist? „Der Respekt vor der Aufgabe muss immer erhalten bleiben. Wenn ich eine Karosserie instand setze, dann muss mir immer bewusst sein, dass sich die Fahrzeugnutzer auf mich und meine Arbeit verlassen können, damit sie sicher unterwegs sind.“ Ob er einen Porsche oder einen Kleinstwagen repariert, das ist für ihn zweitrangig. Entscheidend ist, dass seine Kunden sicher unterwegs sein können. Das wird sich nie ändern, im Gegensatz zu anderen Herausforderungen, die er in Zukunft auf seine Söhne zukommen sieht. „Das ganze Thema Schadensteuerung und die sinkenden Stundenlöhne, die immer weiter steigenden Anforderungen, die schnellen Veränderungen – das wird alles nicht so einfach.“

Für die Zukunft gut gerüstet

Die drei sind optimistisch: „Weil wir gemeinsam alles können“, bringt es Marco auf den Punkt. Mit seinem handwerklichen Können – „Wir sind weit und breit die einzigen, die noch zinnen“, – mit seiner Flexibilität – „Wenn Vorgänge digitalisiert werden müssen, setzen wir das eben einfach in die Tat um“, zeigt sich Fabio entspannt – und mit seinem Selbstbewusstsein – „Wir müssen mit breiten Schultern in den Preisverhandlungen mit Versicherungen und Schadensteuerern auftreten“, sagt Eric – scheint das Trio für die Zukunft gut gerüstet.

Polizei Einsatzfahrzeug

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei nach einer Verfolgungsjagd. Ein Schaden von 18.000 Euro

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