Das Falkenstein-Team. Foto: Lippstadt am Sonntag

Wenn der Vater mit dem Sohne

12.03.2020 | Porträt

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70 Jahre Falkenstein – der Lippstädter Lackierbetrieb feiert ein ganz besonderes Jubiläum.

Wenn eine Familie über sieben Jahrzehnte einen Betrieb führt, schweißt das zusammen. Mit den Familienmitgliedern, den Mitarbeitern und deren Familien und auch mit dem Spies Hecker Kundenberater. Ein Besuch bei Familie Falkenstein im nordrhein-westfälischen Lippstadt.

„Einen Familienbetrieb zu führen, das macht stolz. Es ist aber auch eine Menge Verantwortung. Für die eigene Familie, für die Mitarbeiter und deren Familien“, sagt Johannes Falkenstein. „Man ist schließlich teilweise über Jahrzehnte miteinander verbunden.“ Der 33-Jährige führt die Fahrzeuglackiererei Falkenstein mit sechs Mitarbeitern in dritter Generation. 70 Jahre ist der Familienbetrieb in Lippstadt jetzt geworden. Anlass für Spies Hecker Kundenberater Georg Flack, sich mit einem Geschenk auf den Weg zu machen, um zu gratulieren. Denn sieben Jahrzehnte in Familienhand – das gibt’s nicht oft.

Hubert Homberg gründet den Meisterbetrieb 1949, sein erster Lehrling ist Josef Falkenstein. Als Hubert Homberg 1952 bei einem Unfall ums Leben kommt, führt seine Witwe Anna den Betrieb weiter. Sie und Josef Falkenstein heiraten 1959 und aus der Lackiererei Homberg wird die Lackiererei Falkenstein. Für Privatkunden wird dort (fast) alles lackiert, was Räder hat: Pkw, Traktoren, Wohnmobile. 1991 übernimmt dann Sohn Johannes Josef die Geschäfte. Seit dem 1. Januar 2018 führt er den Betrieb gemeinsam mit seinem Sohn Johannes.

Wie das so klappt mit der geteilten Chefrolle? Auskunft gibt’s bei Rita Falkenstein, Ehefrau des einen, Mutter des anderen: „Mein Mann ist Fahrzeuglackierermeister und für das Technische zuständig. Mein Sohn ist studierter Betriebswirt und kümmert sich um die kaufmännischen Themen.“

Langsam aber sicher wollen sie und ihr Mann sich aus dem Alltagsgeschäft zurückziehen. In etwa fünf Jahren soll der Sohn komplett übernehmen. Der sieht eine Menge Herausforderungen auf sich zukommen. Die E-Mobilität ist nur ein Beispiel. Wenn er drei Mitarbeiter ein paar Tage auf Hochvolt-Lehrgänge schicken muss, damit sie den Umgang mit E-Autos lernen, fehlen die natürlich im Alltagsgeschäft. Dazu zahlreiche neue Gesetze und Vorschriften, die für kleine Karosserie- und Lackbetriebe nicht immer leicht umzusetzen sind. Nichtsdestotrotz: Johannes Falkenstein bleibt optimistisch.

Wenn sich auch vieles ändert – einiges bleibt. Bestes Beispiel dafür: die Zusammenarbeit mit Spies Hecker. Die besteht „schon immer“, überlegt Rita Falkenstein und sucht nach der ältesten Rechnung, die sie noch hat. Die ist über eine Lacklieferung aus dem Jahr 1957.

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