Robert Langhammer, Inhaber der Firma Langhammer GmbH & Co. KG aus Schongau, hat nach dem Kalkulationsworkshop seine Prozesse angepasst, um seine Kalkulationen zu optimieren.

Richtig abrechnen: „Unser Gewinn hat sich verdoppelt“

16.09.2022 | ProfiTipps

Es ist kein Geheimnis: Die steigenden Energiekosten stellen die K&L-Branche vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, diese zusätzliche finanzielle Belastung an anderen Stellen zu kompensieren. Was viele nicht wissen: Werkstätten können oftmals sehr viel mehr abrechnen, als sie bei der Schadenkalkulation berücksichtigen.

Anzeige

Aufgrund unvollständiger oder fehlerhafter Kalkulationen verschenken K&L-Werkstätten im Schnitt über 1.000 Euro – und das bei jedem einzelnen Auftrag. Es klingt unglaublich, aber laut den Erfahrungen von Christopher Marschner, einem der Geschäftsführer des Schadensdienstleisters und Kalkulationsexperten Fair Claim, passiert es in K&L-Werkstätten immer wieder, dass Rechnungspositionen vergessen oder nicht berechnet werden. Sei es aufgrund uneindeutiger oder zu komplexer Herstellerinformationen oder durch den fehlerhaften Umgang mit der Software: „Hochgerechnet auf die Summe aller Aufträge geht den Betrieben jährlich eine Menge Geld durch die Lappen“, so der Kalkulationsexperte.

„Das ist gerade angesichts der Energiekostensteigerung eine schmerzhafte Erkenntnis“, sagt Robert Langhammer von der Firma Langhammer GmbH & Co. KG aus Schongau. Der Betrieb hatte an der in Kooperation mit dem Spies Hecker Werkstattnetzwerk Profi-Club durchgeführten Kalkulationschallenge teilgenommen und wurde anschließend für einen Vor-Ort-Workshop ausgelost. „Allein bei der Challenge zeigte sich, dass wir rund 30 Prozent mehr hätten abrechnen können“, so der Inhaber. Für ihn kam der Anschlusstermin deshalb wie gerufen. „Aktuell zählt einfach jeder Cent, um die derzeitigen Preissteigerungen zu kompensieren und jeden einzelnen Auftrag noch wirtschaftlicher zu gestalten. Geld zu verschenken kann sich derzeit wirklich niemand leisten.“

Auch der Heinz Kolar Autolackier- und Karosserie-Meisterbetrieb aus Beucha wurde für den Workshop ausgelost. Geschäftsführer Henrik Kolar ist dankbar für diesen Check-up: „Ich habe vor allem gelernt, mir mehr Zeit und Ruhe für die Kalkulationserstellung zu nehmen.“ Denn gerade im hektischen Alltagsgeschäft kann es schnell zu Ungenauigkeiten in der Abrechnung kommen. Auch bei der Software will er in Zukunft genauer hinzuschauen. „Muss man bei der Reparatur eines Kotflügels beispielsweise auch die Elektronik ab- und wieder anbauen, kann man das nirgends im Programm angeben. Solche Positionen muss man extra von Hand hinzufügen. Wer das nicht weiß oder wem schlichtweg die Zeit dafür fehlt, der bezahlt am Ende dafür.“

„Es tut mir in der Seele weh, zu sehen, wie viel Geld den Werkstätten durch die Finger rinnt“, so Christopher Marschner. Eine Erfahrung, die er selbst machen musste. Denn bevor er Fair Claim im März 2020 gemeinsam mit Jörg-Walter Möhrle gründete, arbeitete Marschner als kaufmännischer Leiter beim Lackier- und Karosseriefachbetrieb Möhrle. „Als wir damals anfingen, uns stärker mit dem Thema Schadenkalkulation auseinanderzusetzen und aufmerksamer abzurechnen, hat sich unser Gewinn plötzlich verdoppelt.“ Für ihn war schnell klar: „Einfacher kann man kein Geld verdienen.“ Aus diesem Impuls heraus entstand das Prüfungsdienstleistungsunternehmen.

Robert Langhammer jedenfalls kann es jedem nur ans Herz legen, das Angebot von Fair Claim gerade bei gesteuerten Schäden wahrzunehmen. „Ich bin froh, dass ich über den Profi-Club von diesem Service erfahren habe. Der Mehraufwand ist verschwindend gering: Ich schicke die Kalkulation einfach vorab zur Prüfung an Fair Claim und erhalte diese innerhalb kurzer Zeit überarbeitet zurück. Auch die dadurch anfallende Pauschale ist kaum der Rede wert. Schließlich hat man diese durch die optimierte Kalkulation mehr als bezahlt.“ Der Inhaber der Firma Langhammer ist sich sicher: „Ich werde es in Zukunft nicht mehr anders machen und meinen Prozess entsprechend anpassen.“ Auch Henrik Kolar will die Firma ab sofort bei großen Aufträgen mit ins Boot holen.

„Wir raten den Profi-Club Partnern, sich regelmäßig und am besten mit professioneller Unterstützung mit dem Thema Schadenkalkulation auseinanderzusetzen, um hier auf dem Laufenden zu bleiben und kein Geld zu verschenken“, sagt Margarita Debos, Manager Loyality Programmes & FLI bei Axalta. „Die Kooperation mit Fair Claim ist für unsere Partnerbetriebe insofern ein großer Gewinn.”

 

Anzeige

Anzeige