Als Ausgleich zum alltäglichen Geschäft, weiß Lackierermeister Michael Spar die Arbeit an außergewöhnlichen Objekten zu schätzen. Bild: Michael Spar 

„Eine willkommene Abwechslung”

16.09.2021 | Werkstatt

Michael Spar bietet in seinem 10-Mann-Betrieb im bayrischen Halbergmoos Chromlackierungen an. Warum er diesen Nebenerwerb besonders mag und ob es sich lohnen würde, komplett darauf zu setzen, erzählt er im Interview.

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Herr Spar, welche Geschäftsfelder bearbeiten Sie im Normalfall?

Im Grunde genommen alle. Wir setzen stark auf das Privatkundengeschäft, haben aber auch ein wenig Schadensteuerung dabei. Wir lackieren Pkw, LKW, Flieger, Boote und noch vieles mehr.

Welche speziellen Kundenwünsche erfüllen Sie außerdem?

Eins unserer Angebote ist die Chromlackierung. Wer die Verspiegelung eines Objektes wünscht, und hier kann ich fast sagen, egal aus welchem Material, der ist bei uns an der richtigen Adresse.

Kann ich zum Beispiel mit meinem Sportwagen zu Ihnen kommen und diesen verspiegeln lassen?

Theoretisch ja aber bei einer Komplettverspiegelung würde es wahrscheinlich Problem mit dem TÜV geben. Aber wir haben zum Beispiel häufiger alte Adler- und Herkulesmaschinen, deren Tanks wir teilweise bearbeiten.

Was verspiegeln Sie außer Fahrzeugteilen?

Fast alles ist möglich. Design-Objekte zum Beispiel: Ein Kunde wollte einen Buddha mit einem Darth Vader Kopf verspiegelt haben, ein anderer einen großen Panther aus Rigips. Das hiesige Geldinstitut hat einen goldenen Schriftzug bei uns bestellt. Alles ist möglich.

Kfz-Schäden Entwicklung

Tanks von Zweirädern zählen zu den häufigsten Chromlackierungen in der Lackiererei Spar. Bild: Michael Spar  

Lohnt sich das Geschäft für Sie?

Es ist sehr zeitaufwendig. Und ich sammle immer mehrere Objekte, bevor ich mit der Arbeit beginne. Damit das Ergebnis optimal wird, brauche ich eine Objekttemperatur von 70 Grad – Sie können sich vorstellen, dass es sehr energieintensiv ist, die Kabine derart aufzuheizen. Das muss sich dann lohnen. Aber ich empfinde die Arbeit an Design-Objekten oder auch Restaurationsarbeiten an alten Fahrzeugen oder Motorrädern als willkommene Abwechslung.

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Blasphemie? Kein Kundenwunsch ist zu extravagant. Bild: Michael Spar 

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Die Arbeit an Designobjekten reizt den Lackierermeister aus Bayern besonders. Bild: Michael Spar 

Können Sie empfehlen, sich als K+L-Betrieb komplett auf Verchromung zu konzentrieren?

Das ist eine unternehmerische Entscheidung, die jeder selbst treffen muss. Sie können sich natürlich dafür entscheiden, sagen wir 5000 Chromleisten für BMW zu lackieren – aber dann machen Sie jeden Tag exakt dasselbe. Mir würde da die Kreativität fehlen.

Spies Hecker Praxistipp: So klappts mit der Verspiegelung 

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