Schneller, präziser, leichter: Das neue ColorDialog Phoenix. Foto: Spies Hecker

Jubiläum für das digitale Auge

24.03.2020 | Werkstatt

Vor 25 Jahren brachte Spies Hecker sein erstes ColorDialog Farbtonmessgerät auf den Markt.

Sie erinnern sich an 1995? Christo verhüllte den Reichstag und Umweltschützer verhinderten den Untergang der Ölbohrplattform Brent Spar. Doch in Fachkreisen sorgte eine ganz andere Meldung für Furore. Das Farbtonmessgerät war geboren. „Brauchen wir nicht, überflüssig,” fasst Dietmar Wegener, Color Management Spezialist bei Spies Hecker, die Reaktionen zusammen. Im Gegenteil – sollte das erfahrene Auge der Lackierer plötzlich überflüssig werden? Ein kleines Gerät sollte mit drei Messungen besser Farbtöne bestimmen können als der geschulte menschliche Blick?

Als Spies Hecker 1995 sein erstes 5-Winkel-Farbtonmessgerät unter dem Namen ColorDialog MA 64 auf den Markt brachte, war die Skepsis bei den Lackierbetrieben groß. Mit 20.000 D-Mark kostete das Gerät aber auch so viel wie ein Mittelklassewagen. Die meisten Unternehmen scheuten vor solch einer Investition zurück. Gerade einmal rund 50 Geräte kamen damals auf den Markt. Doch die Zeiten – sicherlich auch die Technik und Zuverlässigkeit – änderten sich. Immer mehr Lackierer lassen sich von den Vorteilen der digitalen Farbtonmessung überzeugen: Zeitersparnis und exakte Farbtonergebnisse sprechen für sich.

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Dietmar Wegener, Leiter Color Management bei Spies Hecker. Foto: Spies Hecker

Erst 2003 folgte der Nachfolger ColorDialog MA 90BR mit 3-Winkel-Messung. „Ab 2005 sind wir dann mit dem ColorDialog Spectro durchgestartet”, so Dietmar Wegener. Das war der eigentliche Beginn der digitalen Farbtonmessung. Ein zusätzliches attraktives Feature war die Software CRplus, die automatisch Farbtonkorrekturen vornehmen konnte. Im Jahr 2013 dann der nächste große Wurf. Das ColorDialog Delta-Scan konnte zusätzlich zur Farbtonmessung auch den Farbtoneffekt bei Metallics digital einmessen. Zudem verfügte es über ein farbiges Touch-Display.

Noch einen Schritt weiter in Richtung „100% Digital“ ging es dann 2017 mit dem ColorDialog Phoenix. Das war das erste Farbtonmessgerät, dass neben der Effektmessung auch über WLAN mit der Phoenix Cloud Formelsoftware verbunden werden konnte.

Über die Formelsoftware Phoenix werden die Messungen ausgewertet, korrigiert und an die Mischwaage gesendet oder bei Bedarf direkt an die Daisy Wheel übermittelt. Somit ist ein Verzicht auf die Farbtondokumentation möglich und der Vorgang zu 100% digital. Zudem wird die Phoenix Formelsoftware regelmäßig und automatisch aktualisiert.

„Wir erhalten immer wieder Anrufe von vielen begeisterten Kunden, die mit dem ColorDialog Phoenix erfolgreich Farbtöne messen. In Deutschland sind es momentan rund 750 Spies Hecker Kundenbetriebe, die komplett digital arbeiten und keine Farbtonpaspeln mehr benötigen.”

Während die Geräte der ersten Generationen noch schwer, groß und dadurch unhandlich waren, ist das ColorDialog Phoenix kleiner, leichter und handlicher. Leere Batterien im falschen Moment sind dank zugehöriger Ladestation und leistungsfähiger Akkus kein Thema mehr. Das Touch-Display lässt sich mit dem Finger oder Touch-Stift bedienen, eine LED-Anzeige und ein akustisches Signal informieren über den aktuellen Status der Messung.

Machte 1995 den Anfang: Das ColorDialog MA 64. Foto: Spies Hecker

Natürlich bleibt nach 25 Jahren die Entwicklung – nach mehr als 2.000 ColorDialog Messgeräten im deutschen Markt – in Sachen digitale Farbtonmessung nicht stehen. Pünktlich zum Jubiläum gibt es jetzt die Phoenix App für Android- und iOS-Geräte. Heruntergeladen werden kann sie im App Store oder bei Google Play. Lackierbetriebe können ihre Effizienz deutlich steigern, wenn sie die digitalen Funktionen geschickt in ihren Arbeitsalltag einbauen”, betont Dietmar Wegener.

Die Phoenix App verknüpft Smartphones und Tablets mit Farbtonmessgerät, IP-Waage, WLAN-Etikettendrucker und Phoenix Cloud. Foto: Spies Hecker

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