Seltener zur Spritzpistole gegriffen: 2020 wurden für Fahrzeugreparaturen knapp acht Prozent weniger Lack verwendet als in den Vorjahren. Bild: Spies Hecker

Zahl des Monats: Weniger Autos, weniger Unfälle – weniger Lack

7.09.2021 | ... des Monats

2020 haben Automobilwerkstätten und Automobilhersteller deutlich weniger Lack verbraucht. Die Rückgänge bilden recht genau die gesunkenen Unfallkosten der Versicherer und den Einbruch bei der Automobilproduktion ab.

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Um fast ein Viertel (24,6 Prozent) ist 2020 der Lackverbrauch der Automobilhersteller in Deutschland zurückgegangen, wie der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie errechnet hat. Das entspricht dem Rückgang der Pkw-Produktion in Deutschland. Im Bereich der Autoreparatur ging die verbrauchte Lackmenge um 7,8 Prozent auf 22.000 Tonnen zurück und damit ein wenig schwächer als die Ausgaben der Versicherer für Unfallschäden (minus 9,1 Prozent). Die Automobilindustrie gab für ihre Lacke rund 439 Millionen Euro aus, die Reparaturwerkstätten mit 417 Millionen nicht sehr viel weniger.

Reparaturmarkt Deutschland

Weniger Autoproduktion, weniger Verkehrsunfälle, weniger Lackverbrauch. Viel stärker noch als im Reparaturbereich ging der Lackverbrauch für die Pkw-Produktion in Deutschland zurück.

Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Plus von 10 Prozent in der Pkw-Produktion und von 5 Prozent bei den Autoreparaturen. Übrigens: Im Durchschnitt verbrauchen die Automobilhersteller pro Fahrzeug seit Jahren konstant rund 20,5 Kilogramm Lack.

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